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Statistik
Einwohnerzahl: 2.850
Fläche: 1.868 ha
Ortsvorsteher: Hans-Dieter Schwarz
Geschichte
Nendingen ist die Gründung eines
Sippenoberhauptes oder Grundherrn mit Namen "Nando", der sich hier mit
Familie und dienstbaren Leuten während der Vertreibung der Römer durch
den germanischen Volksstamm der Alemannen zwischen 260 und 300 nach
Christus niederließ und der Siedlung den Namen gab. "Nando" bedeutet
der Kühne, Wagemutige, dessen seit 1366 bekanntes Wappen ein mit drei
Lilien bestecktes Schild zeigt. Um 780 verschenkte Graf Gerold, ein
Schwager Karls des Großen, das Dorf an das Kloster Reichenau, das die
weltliche Verwaltung in die Hände der von Äbten bestellten Amtsleute
(Vögte) legte. Zuletzt waren dies bis 1805 die Herren von
Enzberg-Mühlheim. Von einem Konrad von Nendingen ist aus dem Jahre 1366
ein Wappen bekannt, das in der Mitte ein Schildchen zeigt, dessen drei
Ecken mit je einer Lilie besteckt sind. Auf dieses Wappenschild des
früheren Ortsadels greift das heutige Gemeindewappen zurück. Durch die
Verwendung der enzbergischen Farben Gold und Blau wird die Erinnerung
an die Zugehörigkeit des Ortes zur Herrschaft Enzberg-Mühlheim (1409 -
1806) wachgehalten.
Durch Tagesbefehl Napoleons I. im Jahre 1805
fiel Nendingen an Württemberg und wurde 1808 dem Oberamt Tuttlingen
unterstellt. Zum 1. Januar 1973 erfolgte die Eingliederung der Gemeinde
Nendingen in die Stadt Tuttlingen.
Landschaftliche Besonderheiten und Freizeit
Der
Stadtteil Nendingen liegt in reizvoller Landschaft am Tor zum
wildromantischen Donautal, umgeben von ausgedehnten
Höhenzügen. Nendingen ist idealer Ausgangspunkt für individuelle,
erlebnisreiche Radtouren sowie Paddel- und Kanufahrten auf der Donau.
Ein Abstecher lohnt sich auch zur katholischen Pfarrkirche "St. Petrus
und Jakobus". Sie zählt zu den besterhaltensten Kirchenbauten des
Spätbarocks mit Anklängen an das Rokoko in unserer Region.
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